Die Basler Fähri — Rheinquerung ohne Motor
BASEL · SCHIFFLÄNDE

Die Basler Fähri — Rheinquerung ohne Motor

Vier Seilfähren, eine Strömung, zwei Ufer

Basel ist die einzige Stadt der Schweiz, in der man den Rhein noch mit einer muskelbetriebenen Seilfähre überqueren kann — und das mitten im Alltag, für CHF 2.00, mit dem Wind im Rücken und dem Strom unter den Füssen.

ca. 3–5 Min. (Fähri)Dauer
CHF 2.00Preise
Schifflände (BPG)Route

Fahrplan

Betrieb: Vier seilbetriebene Fähren mit durchgehenden Betriebszeiten (z. B. Wild Maa Mo–Fr 07:30–19:00); keine festen Abfahrten. TNW-/SBB-Tickets nicht gültig.

Aktuelle Abfahrten prüfen →

Zeiten sind Richtwerte – aktuelle Abfahrten bei der offiziellen Quelle prüfen.

Das Holzboot schaukelt sanft, während der Fährimann das lange Steuerruder dreht. Kein Motor, kein Diesel, kein Lärm — nur das Kräuseln des Rheins und das leise Knarzen des Stahlseils, das sich in der Strömung spannt. In drei bis fünf Minuten hat die Fähri das gegenüberliegende Ufer erreicht. Grossbasel auf der einen Seite, Kleinbasel auf der anderen — zwei Viertel, die seit Jahrhunderten durch dieselbe Strömung verbunden werden. Wer einmal mit dem Wild Maa, dem Leu, dem Vogel Gryff oder dem Ueli gefahren ist, versteht, warum die Baslerinnen und Basler ihre Fähri verteidigen wie ein lebendiges Kulturdenkmal. Denn genau das ist sie.

Drei Minuten über den Rhein — kein Motor, kein Ticket-App, nur das Seil und die Strömung.

Höhepunkte der Fahrt

01

Vier motorlose Seilfähren — lebendiges Kulturerbe seit dem Mittelalter

02

Einzige Stadt der Schweiz mit handpropellierten Rheinfähren im Alltagsbetrieb

03

Überfahrt für CHF 2.00 — Velos und Hunde für CHF 1.00

04

Im Sommer täglich ab 09:00 bis 19:00 oder 20:00 Uhr

Route auf der KarteRoute

Entlang des Rheins gibt es vier Fähri-Stationen: Die St. Alban-Fähre (Wild Maa) verbindet den St. Alban-Rheinweg in Grossbasel mit dem gegenüberliegenden Kleinbasler Ufer. Weiter Richtung Stadtmitte liegt die Münster-Fähre (Leu) beim Münsterplatz. Die Klingental-Fähre (Vogel Gryff) arbeitet nördlich der Mittlere Brücke zwischen Klingental und dem Rheinsprung. Die nördlichste ist die St. Johann-Fähre (Ueli) am St. Johann-Rheinweg. Alle vier Überfahrten dauern ca. 3–5 Minuten.

Service an BordUnterwegs

An Bord gibt es nichts ausser dem Fluss, dem Holz und der Aussicht. Velos und Hunde dürfen mit — für je CHF 1.00. Die Fähri akzeptiert keine ÖV-Abos: GA, Swiss Travel Pass und ZVV-Abonnements gelten hier nicht. Bezahlt wird direkt beim Fährimann, bar oder mit Karte. Bei Hochwasser ab einem Pegelstand von 7.90 Metern stellt jede Fähri den Betrieb ein. Der Rhein hat das letzte Wort.

Am anderen Ufer: Basel erleben

Wer mit der Münster-Fähre Leu überquert, landet unterhalb des Basler Münsters — einem der eindrucksvollsten Sakralbauten der Schweiz mit direktem Blick über den Rhein. Die gotische Fassade, die Krypta und der Münsterplatz mit seinen Brunnen und Sandsteingebäuden bilden das Herzstück der Altstadt (Grossbasel). Von hier aus ist die Markgräflergasse, die Augustinergasse und die obere Rheingasse in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar — dichte mittelalterliche Stadtstruktur, die man nur zu Fuss erfassen kann.

Basel ist auch eine Museumsstadt ersten Ranges. Das Kunstmuseum Basel — eines der bedeutendsten in Europa — ist zu Fuss vom Münsterplatz erreichbar. Das Museum für Gegenwartskunst, das Historische Museum (im Barfüsserkloster) und das charmante Spielzeugmuseum liegen alle im Umkreis weniger Gehminuten von den Fähri-Anlegern. Wer mit dem Vogel Gryff über den Rhein fährt, landet direkt im Quartier Kleinbasel, das sich in den letzten Jahren zu einem der lebendigsten Stadtteile Basels entwickelt hat — mit unabhängigen Läden, Cafés und dem Basler Fasnachtsquartier.

Ein ganz besonderes Erlebnis bietet die Fähri Vogel Gryff in der kälteren Jahreszeit: Von Mitte Oktober bis Mitte März werden auf dem Rhein Fondue-Fahrten angeboten — eine Überfahrt mit dem Käsefondue an Bord, bis zu 16 Personen. Das ist Basel, wie es nur Basel kann: bodenständig, gesellig und direkt auf dem Fluss.

Anreise zum Hafen

Anleger
Basel Schifflände beim Mittlere Brücke (BPG) | Vier Fähri-Stationen entlang des Rheins (St. Alban, Münster/Pfalz, Klingental, St. Johann)
ÖV
Tram 8 (Haltestelle Schifflände) oder Tram 2/6 (Mittlere Brücke). S-Bahn Basel SBB, dann ca. 10–15 Min. zu Fuss zum Rhein.
Mit dem Auto
Parkhaus Aeschen oder Altstadt-Parkhäuser; keine Anfahrt direkt ans Fähri-Ufer möglich.

Der zentrale Anleger für die BPG-Schiffe und der informelle Mittelpunkt des Fähri-Quartiers ist die Schifflände beim Mittlere Brücke (Grossbasel). Mit dem Tram 8 (Haltestelle Schifflände) erreicht man das Rheinufer direkt. Alternativ: Tram 2 oder 6 (Haltestelle Mittlere Brücke). Ab Basel SBB sind es ca. 10–15 Minuten zu Fuss durch die Altstadt. Mit dem Auto gibt es kein Parken direkt am Ufer — am nächsten liegen das Parkhaus Aeschen und die Altstadtparkhäuser. Für die einzelnen Fähri-Stationen (St. Alban, Münster/Pfalz, Klingental, St. Johann) empfiehlt sich die Anreise zu Fuss oder per Tram aus der Innenstadt.

Routen in der Nähe