Vier Reedereien, drei Festlandhäfen – ein Ziel: die Insel im Tyrrhenischen Meer
Wer mit dem eigenen Auto nach Sardinien will, braucht keine Brücke – er braucht einen Hafen. Vier grosse Reedereien bringen Reisende von den italienischen Festlandhäfen Genua, Livorno und Civitavecchia auf die Insel, mit Fahrzeiten zwischen sieben und dreizehn Stunden. Welche Route die richtige ist, hängt vom Startpunkt, der Jahreszeit und davon ab, ob die Nacht an Bord oder im Hotel verbracht werden soll.
ab 7 Std. (Civitavecchia–Olbia)Dauer
ab 28 €Preise
GenuaRoute
Fahrplan
Alle Sardinien-RoutenGültig Fahrpläne 2026 sind dynamisch über die Buchungsportale moby.it, gnv.it, tirreniaprenotazioni.com und grimaldi-lines.com einsehbar.
Am kürzesten ist die Strecke Civitavecchia–Olbia: Tirrenia bringt Fahrzeuge und Passagiere in sieben bis siebeneinhalb Stunden tagsüber, das ganze Jahr über. Wer lieber ab der Toskana ablegt, wählt Moby auf der Flaggschiffroute Livorno–Olbia – bedient von den beiden grössten Passagierfähren der Welt, Moby Fantasy und Moby Legacy, mit Platz für rund 3'000 Passagiere und 1'300 Autos. Von Genua aus verkehrt GNV saisonal zwischen Mai und Oktober nach Olbia und Porto Torres, mit Tag- und Nachtabfahrten von elf bis dreizehn Stunden. Grimaldi Lines ergänzt das Angebot im Sommer mit einer Verbindung Civitavecchia–Porto Torres, fünfmal wöchentlich zwischen dem 1. Juni und dem 30. September. Eine weitere Option bietet Sardinia Ferries, die Zweitmarke von Corsica Ferries, mit der Route Livorno–Golfo Aranci, rund 13 Kilometer von Olbia entfernt.
Vier Reedereien, ein Ziel: Sardinien liegt sieben bis dreizehn Stunden entfernt – je nachdem, welchen Hafen man wählt.
Höhepunkte der Fahrt
01
Kürzeste Route: Civitavecchia–Olbia mit Tirrenia in 7–7,5 Std., ganzjährig
02
Weltgrösste Passagierfähren Moby Fantasy/Legacy auf der Route Livorno–Olbia
03
GNV-Preise ab 28 € (Genua–Olbia, Hinfahrt, Niedrigsaison)
04
Haustierkabinen bei Moby für bis zu 3 Tiere pro Kabine
Route auf der KarteRoute
Wer die kürzeste Überfahrt sucht, bucht Tirrenia auf der Strecke Civitavecchia–Olbia. Wer die Nacht auf See verbringen möchte, wählt GNV ab Genua oder Moby ab Livorno – beide bieten Nachtfahrten mit Kabinen. Alle vier Reedereien betreiben dynamische Buchungsportale ohne feste, öffentlich publizierte Fahrpläne; die genauen Abfahrtszeiten erscheinen erst bei der Online-Buchung auf moby.it, tirreniaprenotazioni.com, gnv.it oder grimaldi-lines.com.
Service an BordUnterwegs
An Bord der Moby Fantasy und Moby Legacy warten sieben Verpflegungspunkte, 441 Kabinen in allen Kategorien sowie eigene Haustierkabinen mit Linoleumboden und Geruchsschutzmatten – bis zu drei Tiere pro Kabine sind erlaubt. Bei Grimaldi Lines sorgen Pool, Wellnessbereich und Disco auf den Cruise Ferries Cruise Roma und Cruise Barcelona für kurzweilige Stunden auf See, während GNV mit einer Flotte von über 24 Schiffen – darunter GNV Polaris, Aurora und Orion – ein dichtes Netz zwischen Genua und Sardinien unterhält.
Restaurant_bistro — Auf Moby Fantasy/Legacy: 7 Verpflegungspunkte an Bord.
Kabinen — Innen-, Aussen-, Suiten- und barrierefreie Kabinen (Moby Fantasy: ca. 441 Kabinen).
Haustierkabinen — Moby bietet Haustierkabinen mit Linoleumboden und Geruchsmatten; bis zu 3 Haustiere pro Kabine erlaubt.
Wellness_pool — Bei Grimaldi Lines Cruise Roma/Cruise Barcelona: Pool, Disco, Wellnessbereich an Bord.
Auf Sardinien angekommen
Olbia ist der meistgenutzte Ankunftshafen: Isola Bianca liegt fussläufig zur Altstadt und ist Ausgangspunkt für die Costa Smeralda im Nordosten der Insel. Wer über Golfo Aranci ankommt, ist nur rund 13 Kilometer von Olbia entfernt – ein kurzer Umweg für Reisende, die mit Sardinia Ferries ab Livorno unterwegs sind.
Porto Torres im Nordwesten bringt Reisende näher an die Region um Sassari; GNV und Grimaldi Lines steuern den Hafen von Genua respektive Civitavecchia aus an. Von hier aus ist auch die Küste Richtung Stintino und Castelsardo in kurzer Fahrt erreichbar.
Cagliari im Süden wird von den hier vorgestellten Routen nicht direkt bedient, ist aber über die Schnellstrasse SS131 von Porto Torres oder Olbia aus in zwei bis drei Autostunden erreichbar. Wer die Insel von Nord nach Süd durchqueren will, plant die Fährzeit entsprechend als ersten Reisetag ein.
Anreise zum Hafen
Anleger
Genua, Livorno und Civitavecchia sind die Hauptabfahrtshäfen; alle direkt an das italienische Autobahnnetz angebunden.
ÖV
Genua, Livorno und Civitavecchia sind mit der Bahn erreichbar; Flughäfen in Genua und Rom (Fiumicino, für Civitavecchia) bieten zusätzliche Anbindung.
Mit dem Auto
Von der Schweiz aus über A2/A7 Richtung Genua, oder über Florenz (A11) Richtung Livorno und weiter A12 Richtung Civitavecchia erreichbar.
Von der Schweiz aus führt die kürzeste Route über den Gotthard und die A2/A7 nach Genua, wo GNV ablegt. Wer nach Livorno zu Moby will, fährt über Mailand Richtung Florenz und weiter über die A11 nach Pisa. Für Civitavecchia, den Hafen von Tirrenia und Grimaldi Lines, führt der Weg weiter südlich über die A12 an der toskanischen Küste entlang bis nördlich von Rom. Alle drei Häfen sind direkt an das italienische Autobahnnetz angebunden; Genua und Pisa verfügen zudem über internationale Flughäfen, Civitavecchia liegt rund 80 Kilometer von Rom-Fiumicino entfernt.